Montag, 18. April 2016

Kommentar: Ich bettel dir gleich. Aggressiv.

Man kennt es: Man schlendert so über den Markt. Man will in Ruhe etwas kaufen und ahnt nichts schlimmes. Plötzlich passiert es! Am Rande deines Blickfelds sitzt eine Gestalt. Eine Gestalt mit einem Papp­Becher vor sich. Jetzt heißt es volle Konzentration: Augen geradeaus. Auf gar keinen Fall nach unten oder zur Seite schauen, sonst könnte Blickkontakt entstehen. Hände tief in den Taschen vergraben, um eine unauffällige und doch eindeutige Abwehrhaltung einzunehmen. Zügige Schritte gehen, aber nicht zu schnell. Man will ja nicht hektisch oder nervös wirken. Jetzt noch zwei Schritte. Noch einer. Geschafft!. Gefahr abgewehrt. Kurz durchschnaufen und das anklopfende schlechte Gewissen verdrängen. Man kann ja eh nicht allen helfen. Und wahrscheinlich geht es denen allen voll gut, weil die nämlich in kriminellen Bettelbanden organisiert sind.

Samstag, 9. April 2016

Kommentar: Drama, Baby!

Das Chemnitzer Theater ist ein Zuschussgeschäft, dass seinesgleichen sucht. Zumindest in der Stadt. Seit dem Beschluss zum Stadionbau geht immer wieder das geflügelte Wort: "Wir bauen jährlich ein Stadion am Theaterplatz". Von solchen Dimensionen reden wir. Kultur hat ihren Preis. Das ist eben so. Und das finde ich okay. Damit dieser aber nicht noch weiter steigt, sollte der Intendant der Chemnitzer Theater, Christoph Dietrich, ein vertrauliches Konzept vorlegen. Mit der Vertraulichkeit klappte das allerdings so gut, wie bei den Panama Papers. Nachzulesen sind die Grundzüge in der Freien Presse vom 5. April 2016