Dienstag, 15. November 2016

Verdutzt, verwirrt, verstört – ein Juso berichtet von seinen Eindrücken aus den USA

Die Freiheitsstatue: ein Symbol der Freiheit und das Symbol der Vereinigten Staaten. Für immerimmer, immerimmer?
Während ich die News zu der Präsidentschaftswahl von der Couch meiner Gastfamilie in Minnesota schaue wird mir schlecht. Donald J. Trump legt eine Performance in Sachen Wählerbeteiligung ab, die mich beängstigt. Er führt in wichtigen „Swingstates“, Staaten die unentschieden sind und sowohl von den Demokraten als auch von den Republikanern gewonnen werden können, wie Florida, Ohio und New Hampshire.
Es ist eine beängstigende Szenerie, niemand sagt etwas, wir starren auf den Fernseher und unsere Smartphones und machen uns Gedanken über unsere Zukunft, es ist wie ein schlechter Witz der sich als Horrorfilm herausstellt. In Staaten wie Wisconsin oder Michigan ist die Führung von Trump dadurch zu erklären, dass in diesen Staaten die Unterstützung für Clinton seit ihrer Nominierung sehr schwach ausfiel und Trump viel in diesen Staaten Wahlkampf betrieben hat.

Donnerstag, 3. November 2016

Kommentar: Rolle Rückwärts


Logo der Initiative 'Flüchtlinge willkommen', die hilft, WG-Zimmer für Flüchtlinge zu finden. Und in Chemnitz so?

Terror wie es ihn in Deutschland noch nie gegeben hat! Schwere Ermittlungspannen! Besonders sächsische Behörden versagen! Täter finden in Chemnitz in Privatwohnungen Unterschlupf! Zeit, dass die Stadt reagiert und ihr Unterbringungskonzept anpasst! Barbara Ludwig reagiert entschlossen auf die NSU-Selbstenttarnung: “Wir werden die Praxis, erwachsenen Deutschen Wohnungen zu vermieten, beenden. Stattdessen soll diese hochproblematische Gruppe, zukünftig in Sammelunterkünften leben.”

Das hat damals natürlich niemand gesagt und auch zurecht keine*r gefordert. Es wäre schließlich völlig am Thema vorbei gegangen. Beim Fall Al-Bakr scheint es dagegen selbstverständlich, dass das dezentrale Wohnkonzept in Frage gestellt wird. Allein reisende  junge Männer, insbesondere aus Nordafrika und sogenannten sicheren Herkunftsländern, sollen zukünftig wieder in Massenunterkünften wohnen.