Freitag, 3. Februar 2017

My very first Schulz Moment (Part II)

War es klug Martin Schulz gegen Angela Merkel aufzustellen? Schafft er es die SPD bei den Menschen wieder beliebter zu machen? Kommt es nun endlich mal, nach langer Zeit zu einer SPD geführten Regierung?

Diese Fragen und einige Mehr gingen mir durch den Kopf als ich hörte, dass Martin Schulz als Kanzlerkandidat für die SPD antritt. Bis zu diesem Tag war er mir als EU-Parlamentsvorsitzender und als Verfechter der Europäischen Union bekannt. Er steht für Themen wie Einführung von EU-Anleihen oder  wie er es nannte „Abwehr der Dämonen des 20. Jahrhunderts“ wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

Neben seinen politischen Positionen betont Martin Schulz immer wieder, dass er nicht wie viele andere PolitikerInnen studiert hat, sondern „nur“ eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert hat. Dies bringt Ihm garantiert einiges an Sympathie, doch er sollte es nicht immer bei jeder Gelegenheit zur Sprache bringen.

War es klug Martin Schulz aufgestellt zu haben? Ich bin hier geteilter Meinung. Er ist für die SPD auf jeden Fall der beste Mann im Wahlkampf um den Kanzlerposten und er wird der SPD bestimmt einige Prozentpunkte mehr in der Bundestagswahl bescheren. Doch bei aller Euphorie sollte man bedenken, dass die SPD keinen guten Ruf in der Bevölkerung hat. Angela Merkel und die CDU verlieren in den Umfragen zwar an Punkten doch der Vorsprung vor der SPD bleibt bestehen.

Ich hätte Martin Schulz geraten seinen Posten im EU-Parlament zu behalten, denn dort hat er seit über 20 Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Zur Bundestagswahl tritt er nicht als Person gegen Angela Merkel an, sondern er muss den Ruf der SPD verändern um zu gewinnen. 

Maximilian Heusel 

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